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Selbstgesteuertes Lernen mit Kompetenzrastern

Selbst­ge­steu­er­tes Ler­nen mit Kompetenzrastern

Als Schü­ler habe ich eigent­lich nie so genau gewusst, wozu gelernt wird. Ange­strengt habe ich mich nur der Noten wegen. Die Idee, dass ich durch Ler­nen vor allem meine eige­nen Kom­pe­ten­zen trai­nierte, war mir nicht sehr prä­sent. Einen Über­blick dar­über, was am Ende eines Schul­jah­res „geschafft“ war und was ich als nächs­tes ler­nen würde, hatte ich schon gar nicht. Das könnte künf­tig anders wer­den: Mit­hilfe von Kom­pe­tenz­ras­tern kann man Schü­lern trans­pa­rent machen, wel­che Fähig­kei­ten sie brau­chen, um Erfolg zu haben. Die Schü­ler kön­nen genau sehen, wo im Lern­pro­zess sie gerade ste­hen. Und das Schönste ist: Jeder von ihnen kann im eige­nen Ras­ter die per­sön­li­chen Fort­schritte fest­hal­ten. Beste Vor­aus­set­zun­gen für indi­vi­du­elle Förderung!

Am Insti­tut Bea­ten­berg, einer inno­va­ti­ven Schule in der Schweiz, wird die Gestal­tung der Lern­pro­zesse hin zu den Ler­nen­den ver­la­gert. Um diese Selbst­steue­rung zu ermög­li­chen, hat die Schule im Laufe der Jahre ver­schie­dene Instru­mente ent­wi­ckelt und wei­ter­ent­wi­ckelt. Kom­pe­tenz­ras­ter sind eines davon. Mit ihrer Hilfe wer­den die Anfor­de­run­gen eines Fach­ge­biets oder über­fach­li­chen Kom­pe­tenz­be­reichs trans­pa­rent gemacht: Ein Kom­pe­tenz­ras­ter bie­tet eine tabel­la­ri­sche Über­sicht über die zu erwer­ben­den Kom­pe­ten­zen aus Schü­ler­sicht. Es ist als Matrix aus Kri­te­rien und Niveau­stu­fen auf­ge­baut, in der die Fel­der die Inhalte und Qua­li­täts­merk­male in Form prä­zi­ser „Ich-kann-Formulierungen“ defi­nie­ren. Ein Kom­pe­tenz­ras­ter gibt Aus­kunft über Fähig­kei­ten – es zeigt, was ein Ler­ner kann, und was er noch alles ler­nen könnte. Die Ler­nen­den kön­nen sich in die­sem cur­ri­cu­la­ren Bezugs­rah­men posi­tio­nie­ren, indem sie darin ihre indi­vi­du­elle Aus­gangs­si­tua­tion, ihre Ziele bzw. die Vor­ga­ben sowie ihre Lern­er­geb­nisse vermerken.

Kom­pe­tenz­ras­ter sind eng ver­bun­den mit wei­te­ren Instru­men­ten zum Selbst­ma­nage­ment von Lern­pro­zes­sen wie: „Lay­out“, „Port­fo­lio“, „Smar­ties“, „Lern­jobs“. Leh­re­rin­nen und Leh­rer über­neh­men dabei zuneh­mend eine Rolle als Lern­coach, Spar­ring­part­ner, Faci­li­ta­tor, Lernberater.

Mit der Umstel­lung der Lehr­pläne auf Bil­dungs­stan­dards erfolgt auch hier­zu­lande eine stär­kere Kom­pe­tenz­ori­en­tie­rung. Für viele Schu­len könn­ten Kom­pe­tenz­ras­ter zu einem wich­ti­gen Hilfs­mit­tel wer­den, das im Unter­richt metho­disch varia­bel ein­ge­setzt wird. Einige Schu­len (z. B. die Max-Brauer-Schule in Ham­burg oder die IGS Schaum­burg in Nie­der­sach­sen) haben damit bereits seit län­ge­rem posi­tive Erfah­run­gen gemacht.

Eine umfas­sen­dere Beschrei­bung der Arbeit mit Kom­pe­tenz­ras­tern am Insti­tut Bea­ten­berg ist im Inter­net unter http://www.toolbox-bildung.de/ zu finden.

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