Die “30cm-Stimme”: Klassenführung und ihre Bedeutung für die Unterrichtspraxis

Teil 3 der Serie zu Leh­rer­kom­pe­ten­zen und indi­vi­du­el­ler Förderung.

Das Refe­ren­da­riat habe ich in den Neun­zi­gern absol­viert. Damals stan­den ins­be­son­dere Metho­den­viel­falt und Hand­lungs­ori­en­tie­rung hoch im Kurs; Hil­bert Meyer war noch in Mode und Heinz Klip­pert der auf­ge­hende Stern am Päd­ago­gen­him­mel. Ler­nen ler­nen — das klang viel­ver­spre­chend. In mei­nen Fächern (Deutsch, Eng­lisch) wur­den “neue” Dinge erprobt, z. B. sze­ni­sches Inter­pre­tie­ren als Gegen­pol zu einem rein kognitv aus­ge­ri­che­ten Lite­ra­tur­un­ter­richt. Eine Revo­lu­tion? Tat­säch­lich: Spä­tes­tens nach dem zehn­ten Stand­bild gin­gen auch die gut­mü­tigs­ten Schü­ler auf die Bar­ri­ka­den. Wie man damals der Meu­te­rei Herr wurde? Ich kann mich noch dun­kel an die Gordon-Methode (Lehrer-Schüler-Konferenz) erin­nern, um mit Kon­flik­ten im Schul­all­tag umzu­ge­hen. Über Klas­sen­füh­rung bzw. “Class­room Manage­ment” war damals auf jeden Fall denk­bar wenig bekannt. Den voll­stän­di­gen Arti­kel lesen und das Film­bei­spiel anschauen…

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Didaktisch-methodische Kompetenz: Gestaltung der Lernprozesse im Unterricht

Angebots-Nutzungs-Modell nach A. Helmke, 2009

Angebots-Nutzungs-Modell nach A. Helmke, 2009

Die Fort­set­zung unse­rer Serie über Kom­pe­ten­zen, die Lehr­kräfte zur indi­vi­du­el­len För­de­rung brau­chen. Die Dia­gnose (vgl. Teil 1) kann immer nur der Aus­gangs­punkt zur För­de­rung sein. Für die indi­vi­du­elle För­de­rung selbst benö­ti­gen Lehr­kräfte fach­li­che, didaktisch-methodische und päd­ago­gi­sche Kom­pe­ten­zen, die bei der Pla­nung und Aus­ge­stal­tung des Unter­richts zum Tra­gen kom­men.
Die Kom­pe­tenz, Unter­richt wir­kungs­voll zu pla­nen und zu gestal­ten, zeigt sich vor allem in der Aus­wahl geeig­ne­ter Inhalte und Metho­den, Arbeits- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men. Im Hin­blick auf indi­vi­du­elle För­de­rung soll­ten fol­gende Fra­gen bei der Unter­richts­pla­nung berück­sich­tigt werden:

Den voll­stän­di­gen Arti­kel lesen…

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Diagnosekompetenz: Lern– und Entwicklungsstände der SchülerInnen einschätzen

Zu den für das Unter­rich­ten uner­läss­li­chen Kom­pe­ten­zen gehört nach Ansicht der Unter­richts­for­schung auch die dia­gnos­ti­sche Kom­pe­tenz von Lehr­kräf­ten. Für Wei­nert ist sie – neben der Klas­sen­füh­rungs­kom­pe­tenz, der didaktisch-methodischen und fach­wis­sen­schaft­li­chen Kom­pe­tenz eine der vier Schlüs­sel­kom­pe­ten­zen (vgl. Wei­nert, Schr­ader & Helmke, 1990). Dia­gnos­ti­sche Kom­pe­tenz wird als eine unab­ding­bare Vor­aus­set­zung für effek­ti­ven Unter­richt im all­ge­mei­nen und indi­vi­du­elle För­de­rung im beson­de­ren betrachtet.

Teil 1 unse­rer Serie über die zur indi­vi­du­el­len För­de­rung not­wen­di­gen Lehrerkompetenzen.

Was ist Dia­gno­se­kom­pe­tenz?
Bei dia­gnos­ti­scher Kom­pe­tenz han­delt es sich „um ein Bün­del von Fähig­kei­ten, um den Kennt­nis­stand, die Lern­fort­schritte und die Leis­tungs­pro­bleme der ein­zel­nen Schü­ler sowie die Schwie­rig­kei­ten ver­schie­de­ner Lern­auf­ga­ben im Unter­richt fort­lau­fend beur­tei­len zu kön­nen, sodass das didak­ti­sche Han­deln auf dia­gnos­ti­schen Ein­sich­ten auf­ge­baut wer­den kann“ (Wei­nert, 2000). Den voll­stän­di­gen Arti­kel lesen…

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Welche Einstellungen und Kompetenzen braucht es für individuelle Förderung?

Ermutigung, Anerkennung und Wertschätzung als Grundlage für individuelle Förderung

Ermu­ti­gung, Aner­ken­nung und Wert­schät­zung als Grund­lage für indi­vi­du­elle Förderung

Für die Umset­zung von indi­vi­du­el­ler För­de­rung neh­men Leh­re­rin­nen und Leh­rer eine ganz beson­dere Rolle ein: Es liegt unmit­tel­bar an ihnen, ihren Ein­stel­lun­gen und Kom­pe­ten­zen, ob Kin­der und Jugend­li­che wirk­sam indi­vi­du­ell geför­dert wer­den. Den Kom­pe­ten­zen wird hier im Blog eine eigene Serie gewid­met sein.

Für den Erfolg indi­vi­du­el­ler För­de­rung spielt zunächst die Ein­stel­lung der Lehr­kräfte eine wesent­li­che Rolle – indi­vi­du­elle För­de­rung heißt, den Blick stär­ker auf das ein­zelne Kind zu rich­ten. Im Detail bedeu­tet das:  „Jedes Kind kann und soll geför­dert wer­den. Jedes Kind will ler­nen.“ Eine sol­che Grund­ein­stel­lung ori­en­tiert sich am ein­zel­nen Schü­ler und nicht mehr in ers­ter Linie an den „Mit­tel­köp­fen“ einer Klasse – also der bis­lang weit ver­brei­te­ten Vor­stel­lung, dass man eine Lern­gruppe im Gleich­schritt zum Lern­er­folg füh­ren kann. Das hat Aus­wir­kun­gen dar­auf, wie eine Lehr­kraft sich selbst ver­steht: In dem Moment, in dem sie den ein­zel­nen Schü­ler in den Blick nimmt, ist sie nicht mehr nur Wis­sens­ver­mitt­ler, son­dern vor allem Lern­be­ra­ter. Den voll­stän­di­gen Arti­kel lesen…

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