#Inklusion – Die Widersprüche des Systems

Abbildung: Exklusionsquoten im Ländervergleich

Mehr Förderkinder an Regelschulen – und genauso viele wie bisher an Sonderschulen Der Erziehungswissenschaftler und Sonderpädagoge Hans Wocken hat unlängst die Entwicklung der Inklusion im deutschen Schulsystem analysiert (vgl. Beitrag „Rettet die Inklusion“ auf Bildungsklick). Seine Erkenntnis: Zwar steigt der Anteil von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den allgemeinen Schulen in allen Bundesländern, doch gleichzeitig bleiben die Separationsquoten der Schülerinnen … » Mehr…

Sich selbst als wirksam erfahren – ein Schlüssel für erfolgreiches Lernen von Lehrerinnen und Lehrern

Prof. Dr. Frank Lipowsky, Professor für Empirische Schul- und Unterrichtsforschung an der Uni Kassel

Interview mit Prof. Dr. Frank Lipowsky, Professor für Empirische Schul- und Unterrichtsforschung an der Universität Kassel Warum sind Lehrerfortbildungen wichtig? Ist die eigentliche Lehrerausbildung lückenhaft oder ändert sich unser Wissen über Pädagogik, Didaktik und Methodik so immens schnell? Die Professionalisierung von Lehrkräften erstreckt sich über das ganze Leben. Man kann nicht erwarten, dass die erste Phase der Lehrerbildung an den Universitäten und die zweite Phase an … » Mehr…

Kinder und Jugendliche in ihrer Vielfalt fördern

Wie kann individuelle Förderung im Unterricht verankert werden? Die Vielfalt der Schüler rückt immer deutlicher in den Fokus der Aufmerksamkeit: Schulen sollen es schaffen, allen Kindern und Jugendlichen ein besseres Lernen mit starken Leistungen zu ermöglichen. Aber wie können Lehrkräfte konstruktiv mit der Vielfalt im Klassenzimmer umgehen? Schulen und Lehrkräfte brauchen Unterstützung in ihrem Bemühen, im Unterricht alle Kinder optimal zu fördern, damit diese ihr ganzes Potenzial … » Mehr…

Vielfalt im Klassenzimmer – aber nicht im Lehrerzimmer?

Lediglich 1-2 % der Lehrkräfte in Deutschland haben ausländische Wurzeln, obwohl knapp 20% der Bevölkerung in Deutschland Migranten sind. Die gesellschaftliche Zusammensetzung spiegelt sich also überhaupt nicht in der Lehrerschaft wider. Hamburg hat z. B. als eins von vielen Bundesländern das Netzwerk „Lehrkräfte mit Migrationshintergrund“ gegründet, das junge Menschen mit Migrationshintergrund motivieren will, ein Lehramtsstudium zu ergreifen. Inzwischen haben 18% der … » Mehr…

Was Schule bewegt – konkret gefragt: Thema: Berufswunsch Lehrer: Ansichten und Einschätzungen zur Ausbildungszeit

Referendarin unterstützt Schülerin

Der Ausbildungsweg zum Berufswunsch „Lehrer“ ist von vielen Anforderungen an die Studenten bzw. Referendare und von deren Zielen und Hoffnungen geprägt. Es ist ein Weg, der auch in Anbetracht gegenwärtiger Ansprüche und Erwartungen an Lehrer das Ziel verfolgt, einen Beruf von hoher gesellschaftlicher Relevanz zu erwerben. Ich kann mich noch gut an meine Uni- und Anwärterzeit erinnern, an die Neugier auf das Lehrersein und an die Hoffnungen, die ich daran knüpfte. Eine spannende … » Mehr…

Wer bist du, LehrerIn? Zwischen Anspruch und Ethos ist Platz für Vielfalt

Vielfältige Ansprüche an den Lehrerberuf

Dass Lehrerinnen und Lehrer heutzutage wahre Multitasking-Talente sein müssen, ist längst kein Geheimnis mehr. Viel mehr noch: es ist längst eine Selbstverständlichkeit geworden, dass der Lehrberuf weit über das Vermitteln von Fachinhalten und kognitiven Fähigkeiten hinausgeht. Dieser Artikel beleuchtet die unterschiedlichen Facetten, Aufgaben und Rollen, die den Anforderungskatalog der LehrerInnen mitbestimmen und bewirken, dass die scheinbar simple Frage nach der professionellen … » Mehr…

Was „bewegt“ Schule?

Vielfältige Perspektive

Was bewegt Schule? Ich finde diese Frage spannend, denn sie ist ambivalent: Einerseits ermöglicht sie, individuelle schulische Problemstellungen oder Konfliktfelder zu identifizieren und darüber zu reflektieren. Jeder kennt wohl den Zustand des emotionalen Bewegt-seins, z. B.  wenn man sich mit einem drängenden Problem oder einem Verlust auseinander setzen muss. Andererseits impliziert diese Frage auch, den Blick auf Potenziale zu richten. Was sich bewegt, das steht nicht still, das … » Mehr…

Die Digitale Schule auf dem Vormarsch – Auf der didacta 2012 wird der Leitmedienwechsel gefeiert

Minister Althusmann bei der Preisverleihung des digita

Am Mittwoch war ich wieder einmal auf der didacta, die diesmal in Hannover stattfand. Die „weltweit größte Bildungsmesse“ hat sich im Lauf der Jahre verändert, so mein Eindruck. Das lässt sich an kleinen Details festmachen – zeigt sich aber auch an den großen Megatrends. Zu den kleineren Dingen zählt vielleicht, dass es in früheren Jahren eher die Lehrkräfte waren, die von sich aus aktiv geworden sind und sich als Jäger und Sammler auf der Messe nach pädagogisch Brauchbarem … » Mehr…

Schlüsselwort „Schüleraktivierung“ – wie Lehrkräfte ihr Rollenbild neu entwerfen können

Wissensvermittler oder Lerncoach?

„Dem Kind gehört der erste Platz, und der Lehrer folgt ihm und unterstützt es. Er muss auf seine eigene Aktivität zugunsten des Kindes verzichten. Er muss passiv werden, damit das Kind aktiv werden kann.“ Mit diesen Worten hält Maria Montessori die Grundgedanken ihrer Pädagogik fest. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts setzte die Reformpädagogin auf Eigenständigkeit beim Lernen. Ende des 20. Jahrhundert wird diese Forderung von vielen Pädagogen wiederentdeckt und  ganz oben … » Mehr…

“Lernen ist ein aktiver Prozess. Ich kann als Lehrer nicht für meine Schülerinnen und Schüler lernen.’

Klaus Wenzel

Interview mit Klaus Wenzel, Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV)   Wie weit sind unsere Schulen von der Form individueller Förderung entfernt, wie wir sie uns heute wünschen? Ich sehe uns da ziemlich weit entfernt. Das ist nicht nur eine Aufgabe für die nächsten Jahre, sondern für die nächsten Jahrzehnte. Die Entwicklung dahin muss zunächst einmal in unseren Köpfen passieren. Sie beginnt mit einem veränderten Denken und sie endet mit einer … » Mehr…