Das Gymnasium als neue Gesamtschule der Mittelschicht

Im meinem letzten Blogbeitrag hatte ich von einer fast schon skurril anmutenden Begebenheit im Altmühltal berichtet: Dort ist ein pragmatischer Vorschlag, mit dem die Schulversorgung sichergestellt werden sollte, von der Landesregierung abgelehnt worden. Denn die von Elternschaft und Kommunalpolitikern geforderte Gemeinschaftsschule wird als Angriff auf das dreigliedrige Schulsystem gewertet. Doch nicht nur im Süden der Republik stellt sich die Frage nach der „richtigen“ Schulform für … » Mehr…

Schulrebellion im Altmühltal

Ein Drittel der Schüler wird in einigen Regionen Deutschlands in den nächsten 15 Jahren verschwinden. Das wird Folgen haben, auch für die Schulstruktur. Bei der Recherche für mein Buch „Dichter, Denker, Schulversager“ bin ich auf ein fast schon kurioses Beispiel gestoßen. Es zeigt eindrücklich, dass die Schulstruktur vor Ort und nicht im Wahlprogramm entschieden werden sollte: Wenn es nach Eltern, Lehrern und Kommunalpolitikern ginge, würden die Schulen von Denkendorf und Kipfenberg … » Mehr…

Leistungstransparenz – Freund oder Feind der Schulentwicklung?

Bildungssenator Zöllner ist für mehr Transparenz

Der Berliner Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) will sich laut „Zeit“-Interview vom 26. Mai aus der Politik zurückziehen. Seine persönliche Bilanz mit Blick auf den Schulsektor: Ihm gelang es, in Berlin die Hauptschule abzuschaffen und aus dem dreigliedrigen Schulsystem mit Gymnasium und Sekundarstufe ein zweigliedriges zu machen. Zudem hat Zöllner als bekennender Anhänger der empirischen Bildungsforschung mit dafür gesorgt, dass Deutschland sich an PISA beteiligt. Doch der … » Mehr…

Eine Schule für alle, Gemeinschaftsschule, Einheitsschule – alte Strukturen im neuen Gewand?

Lehrpläne, Schulbücher, Prüfungen im ganzen Land gleich

„Früher war alles besser“ – wer kennt diesen Satz nicht. Hört man ihn allerdings im Kontext  der Schulstrukturdebatte, muss eine klare Unterscheidung vorgenommen werden. Während Westdeutschland über Jahrzehnte an einer strengen Gliederung der Schulformen festhielt, verfolgte Ostdeutschland eine für alle Kinder gemeinsam gedachte Schulorganisation vom Kindergarten bis hin zur Universität. Viele derjenigen, die im angeprangerten System der DDR aufwuchsen, halten diese Errungenschaft … » Mehr…

Das Scheitern des deutschen Bildungssystems

Der Hörsaal 1 ist gerammelt voll, das Interesse am Vortrag riesengroß

Anfang Dezember 2010 sind die neuesten PISA-Ergebnisse erschienen. Sie bescheinigen dem deutschen Schulsystem Verbesserungen in den mathematisch-naturwissenschaftlichen und den Leseleistungen. Wie aber ist es um die Chancengerechtigkeit bestellt? Professor Dr. Andreas Schleicher, PISA-Chefentwickler und mahnender Kritiker des deutschen Bildungssystems, hat gestern (Dienstag, 11. Januar) in der Universität Bielefeld darüber gesprochen, wie die neuesten Entwicklungen zu beurteilen … » Mehr…

Lehrerausbildung vereinheitlichen

Am Dienstag habe ich einen interessanten Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Baumert (Max-Planck-Institut Berlin, der als „Mr. PISA“ bekannt geworden ist) an der Universität Bielefeld gehört. Sie fand im Rahmen der Ringvorlesung „Ungleichheit in der Gesellschaft und Ungleichheit in der Schule“ statt und nahm die immer brandaktuelle Frage nach „der besseren Schulstruktur“ in den Blick. Es ist wirklich spannend, wie intensiv die Bildungsforschung in den letzten Jahren daran gearbeitet … » Mehr…

Individuelle Förderung vs. “Einheitsschule”? Ergebnisse unserer Umfrage stimmen nachdenklich

Zeit für ein kleines Resümee unserer Umfrage zu den „12 Thesen zum differenzierten Schulsystem“ der unionsgeführten Bundesländer. Die Beteiligung war mit fast einhundert Votes innerhalb der ersten 24 Stunden überraschend hoch, was uns sehr gefreut hat. Das Thema bewegt die Gemüter! Hier eine Zusammenfassung des aktuellen Standes am 28. Oktober um 08:00 Uhr: Die These der konservativen Kultusminister, dass individuelle Förderung am besten im differenzierten Schulsystem möglich … » Mehr…

Umfrage zu den “12 Thesen” der unionsgeführten Länder zu individueller Förderung – Bitte abstimmen!

Aus aktuellem Anlass: Am 22. Oktober veröffentlichten die Kultusminister der Länder Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen ein Grundsatzpapier zum Schulwesen. Unter dem Motto „Individuelle Förderung statt Einheitsschule“ forderten sie eine Abkehr von der Schulstrukturreformdebatte. Das jetzige, differenzierte Schulsystem sei der beste Weg, Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern und sei daher zukunftsfähig. Ihre "12 Thesen" zu dieser Thematik sorgten für Diskussionen im Netz … » Mehr…

“Das deutsche Schulsystem ist ungerecht” – Plädoyer für mehr Sachlichkeit in einer wilden Debatte

Bewertung des Schulsystems - Gerechtigkeit

Am letzten Freitag wurden die Ergebnisse einer Umfrage zum Schulsystem in Deutschland vorgestellt. Das Wichtigste in Kürze: 51% der Eltern schulpflichtiger Kinder halten das deutsche Schulsystem für ungerecht und kritisieren, dass sich ihre Kinder nicht entsprechend ihrer Möglichkeiten entwickeln können. Nach der Veröffentlichung der Umfrageergebnisse hat sich im Netz eine Debatte entwickelt, die leider vor allem von Schuldzuweisungen geprägt ist. Als Hauptgrund für mangelnde … » Mehr…

Kooperatives Lernen ist in Deutschland zu einer Bewegung geworden

Norm Green, ehem. Leiter der Personalentwicklung im Schulbezirk Durham, Ontario, Kanada und ehem. Direktor für Unterrichtsentwicklung am Georgian College, Ontaria, Kanada

Kennen Sie Norm Green? Besser als Sie vielleicht glauben! Selbst wenn Ihnen der Name nicht vertraut sein sollte, ist es doch zweifellos seine Arbeit: Kaum ein anderer hat sich so sehr für das kooperative Lernen eingesetzt wie der kanadische Pädagoge. Mittlerweile ist aus den Unterstützern des erfolgreichen Unterrichtskonzepts eine richtige Bewegung geworden, auch in Deutschland. Auf einer Tagung in Münster zum Gedenken an Norm Green wurden jetzt zukünftige Chancen und Methoden des … » Mehr…