Frage 3: In wie fern beschäftigen Sie sich mit dem Thema „individuelle Förderung“?

Individuelle Förderung steht bei Lehrern hoch im Kurs

Kurz vor den Sommerferien hatte ich mit TwtSurvey eine kleine Umfrage zu individueller Förderung angelegt: http://twtsurvey.com/9e28p0.

Frage 3: In wie fern beschäftigen Sie sich mit dem Thema „individuelle Förderung“?
Frage 3: Beschäftigung mit indiv. Förderung

Dabei ging es zum einen um die Relevanz von individueller Förderung aus Sicht der Schulpraxis, zum anderen um die Kommunikationsmöglichkeiten im Web 2.0 zu diesem Thema. Die Antworten wurden nach der Eingabe direkt ausgewertet und das Ergebnis angezeigt.

Insgesamt war die Umfrage sechs Tage online, allerdings mit einem Wochenende mittendrin, so dass die Teilnahmequote von immerhin 28 Personen gar nicht mal so schlecht ist. Einiges deutet darauf hin, dass die Teilnehmer über unterschiedliche Kanäle zur Umfrage gefunden haben.  

Erfreulich ist, dass dem Thema Individuelle Förderung generell große Relevanz beigemessen wird: 26 von 28 Befragten halten individuelle Förderung grundsätzlich für ein anzustrebendes pädagogisches Ziel. Die Möglichkeit der freien Texteingabe bei Frage 2 (Welche Ziele verbinden Sie persönlich mit individueller Förderung?) bestätigt die positive Konnotation des Begriffs.

Spätestens ab Frage 3 wird aber auch deutlich, dass die Selbstaussagen verschiedenen Verzerrungen unterworfen sind (individuelle Interpretation der Items und soziale Erwünschtheit): Hier behaupten immerhin 11 von 28 Befragten, dass sie sich praktisch im Unterricht mit individueller Förderung befassen. Eine ähnliche Tendenz macht sich auch bei den Fragen 4 und 5 bemerkbar: Bei Frage 4 wird nach den Methoden oder Instrumenten zur individuellen Förderung gefragt, die an der Schule zum Einsatz kommen. Entgegen den Forschungsergebnissen z. B. von Prof. Kunze / Solzbacher zu individueller Förderung ist der Einsatz derartiger Instrumente bei unserer Stichprobe extrem hoch (die absolute Mehrheit der Befragten praktiziert Förderunterricht, individuelle Beratung, Binnendifferenzierung und individualisierte Lernaufgaben).

Spannend sind auch die Antworten auf Frage 5 und 6, wo es um die Bekanntheit und die Bewertung der Kommunikationsangebote im Netz geht. Die ZUM-Unity hat erwartungskonform die höchste Bekanntheit mit dem größten Grad an Aktivität. Mit einigem Abstand dahinter liegt das Vielfalt-Lernen Wiki und der Blog „Vielfalt Lernen“, Schlusslicht ist – ebenso erwartungsgemäß – das Forum „Heterogenität und Bildung“ auf www.xing.com. Der Trend in dieser Frage mag stimmen, valide und reliabel sind diese Ergebnisse auch angesichts der kleinen Stichprobe natürlich nicht. Dennoch ist die Tendenz erfreulich, dass die überwiegende Mehrheit der Nutzer die Informationen interessant, informativ und nutzbringend findet.

Die Antworten bei Frage 7 haben einige Portale / Internetangebote zutage gefördert, die bislang noch nicht intensiver beobachtet wurden. Hier könnte es sich lohnen, mal ein bisschen zu stöbern (z.B. Cooltrainers, Schulfuchs…).

Frage 8 und 9 schließlich bestätigen meinen Eindruck, dass der Mehrwert in erster Linie darin gesehen wird, an nützliche Informationen zu kommen (20 von 28 Befragten sind dieser Meinung). Deutlich weniger sehen den sozialen Aspekt, den Erfahrungsaustausch oder gegenseitige Hilfe und Kollaboration als zentrale Punkte an. Das „Mitmach-Web“ stößt hier noch auf wenig Gegenliebe.


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