Lernlust statt Schulfrust – Roadshow wirbt für andere Lernkultur

„Lernlust statt Schulfrust“ ist das Motto einer bundesweiten Roadshow, die vom 19.-28.01.2013 in elf Städten Station macht. Gemeinsames Ziel ist eine wertschätzende Lernkultur, die Schülerinnen und Schüler ermutigt, Verantwortung zu übernehmen und die Welt für sich lernend zu entdecken.

Das klingt so überzeugend, dass ich jetzt tatsächlich auch noch ein bisschen Werbung für diese Roadshow mache, obwohl sie über Facebook, Twitter und Google+ bereits rauf und runter kommuniziert worden ist. Grund sind in erster Linie die Menschen, die für diese Initiative stehen: Im Schulbus, der ab der nächsten Woche durch deutsche Landen tourt, sitzen u.a. Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Schule Berlin-Zentrum (ESBZ), die Schulleiterin und Buchautorin Margret Rasfeld sowie der Göttinger Hirnforscher Gerald Hüther. Die Hauptrolle haben für mich ganz klar Rosa, Linda, Sarah, Lara, Fee & Paul – sechs Schülerinnen und Schüler, die begeistert von ihrer Schule erzählen und die sich für eine Lern- und Unterrichtskultur ereifern, in der Lernen tatsächlich Spaß macht. Sie berichten davon, wie Unterricht heute anders organisiert werden kann, wie diese andere Lernkultur zu größerer Zufriedenheit und Selbstwirksamkeit führt:

Die Schülerinnen und Schüler der ESBZ sind bei der Roadshow auch darum ganz vorne mit dabei, weil sie möchten, dass das auch andere erleben dürfen: Schulen, in denen die Atmosphäre in den Klassenzimmern statt von Stress, Angst und Notendruck von Freude am Lernen, Neugierde und Kreativität geprägt ist. Die Haltung, die allem zugrunde liegt ist, dass jedes Kind eine Fülle an Begabungen mitbringt, genauso wie Begeisterung am Lernen, Entdecken und Entwickeln. Margret Rasfeld, die Leiterin der ESBZ, ist davon überzeugt, dass Schule diese Potenziale fördern und eine Lernkultur bieten kann, in der junge Menschen sich entfalten können. Sie hat an ihrer Schule die neuen Fächer „Herausforderung“ und „Verantwortung“ eingeführt. Ihr Schulprojekt gilt als besonders innovativ und erfolgreich (vgl. auch die beiden Beiträge zur ESBZ in diesem Blog hier und hier).

Veranstalter der Roadshow sind die Initiativen „Bildungsstifter“ und „Schule im Aufbruch“.

Internetlinks:

http://www.roadshow-lernlust.de/

https://www.facebook.com/roadshowlernlust


Kommentare

  1. / von Uli

    Ich frage mich, ob das Konzept nur deshalb so gut funktioniert, weil die Schülerinnen und Schüler „handverlesen“ sind? Privatschulen suchen sich diese schließlich aus und das hat – so habe ich es bei meiner Tätigkeit in einer Privatschule erlebt – den Effekt, dass die Schüler eine hohe Identifikation mit ihrer Schule haben, die für das Lernen natürlich sehr förderlich ist …

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